„Medienvielfalt stärkt Demokratie“: Unter diesem Motto veranstaltete der mabb-Medienrat seinen Jahresempfang am 24. Juni 2026 in der Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund. Die Frage „Wie können wir beides erhalten?“ stand dabei im Mittelpunkt.
Kathrin Schneider, Ministerin und Chefin der Staatskanzlei des Landes Brandenburg, begrüßte die Gäste in der Landesvertretung, der, so wie sie sagte, „Brandenburger Enklave in der größten märkischen Stadt“.
Martin Gorholt, Vorsitzender des mabb-Medienrates, blickte in seiner Rede auf die vergangene Amtsperiode des Gremiums zurück. Einige seiner persönlichen Highlights: Das einzigartige Lokaljournalismus-Förderprogramm, mit dem die mabb in den letzten fünf Jahren bereits über 200 Projekte gefördert hat, die Digitalisierung des Radios mit mehr regionalen Inhalten sowie der Medienparcours, der Mitmachangebote und Medienwissen über KI und Desinformation direkt auf sommerlichen Stadtfesten zu den Bürger:innen in Berlin und Brandenburg bringt.
Martin Gorholt bedankte sich bei den ausscheidenden Mitgliedern des Medienrates Bärbel Romanowski-Sühl und Julia von La Chevallerie für ihr Engagement. Die zwei Medienrätinnen stehen dem Gremium neben der stellvertretenden Vorsitzenden, Gabriele Wiechatzek, die beim Jahresempfang nicht dabei sein konnte, zukünftig nicht mehr zur Verfügung. Durch die Wahlen in Berlin und Brandenburg konstituiert sich das Gremium neu. Das neue Gesicht aus Brandenburg im Medienrat, Tilo Bernhardt, wurde vom Vorsitzenden herzlich begrüßt.
Anschließend beleuchtete der Digitalexperte und Medienrat Markus Beckedahl in seiner Keynote „Wem gehört die Öffentlichkeit?“, vor welchen Herausforderungen unsere demokratische Medienordnung im Netz steht. Er betonte, dass die Medienanstalten für deren Erhalt immer wichtiger werden.
Die Medienrät:innen Bärbel Romanowski-Sühl, Stephan Goericke und Dr. Bijan Moini widmeten sich in einer Diskussionsrunde der Frage, wie unsere freiheitliche Gesellschaft dem zunehmenden Gegenwind begegnen kann. Zum Abschluss gab mabb-Direktorin Dr. Eva Flecken einen Ausblick darauf, welche Aufgaben die Medienaufsicht in den kommenden Jahren erwarten werden. Sie erklärte in ihrer Rede, wie die Arbeit der Landesmedienanstalten die Demokratie erhält.
Vor Ort hatten die Gäste die Möglichkeit, Angebote der mabb rund um Informations- und Nachrichtenkompetenz zu entdecken: Sich durch die neue Website jewusst wie klicken, die alle Projekte übersichtlich bündelt, an der Newstest-Mitmachstation testen, ob sie Falschnachrichten erkennen und das „Post it!“ – Escape Game ausprobieren, das die mabb in Kooperation mit der Weiße Rose Stiftung e.V. umsetzt. Das Spiel ist eine Zeitreise in die Vergangenheit. Es zeigt, wie Medien in unterschiedlichen Zeiten und politischen Systemen genutzt wurden, um Meinungen frei zu äußern.
Zu Gast beim traditionellen Jahresempfang waren Vertreter:innen aus Medienpolitik und Medienwirtschaft, Veranstalter:innen, Kooperationspartner:innen sowie Vertreter*innen der Presse, von Verbänden, Stiftungen und anderer Landesmedienanstalten.


