Gebäude und Geschichte

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„Übersichtsplan von Berlin“ von 1911 aus dem Geographischen Institut und Landkartenverlag von Julius Straube im Maßstab 1 : 4 000 / Landesarchiv Berlin F_Rep_270_A_2012_Bl_III_B_1911

Die Bühne, auf der sich das moderne Brandenburg heute in Berlin präsentiert, ist das Gebäude der Landesvertretung in den historischen „Ministergärten“ zwischen Reichstagsgebäude und Potsdamer Platz. Die Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind Nachbarn – auch in Berlin. Beide Landesvertretungen teilen sich ein gemeinsam errichtetes Haus. Granitplatten und nordisches Holz geben dem Gebäude sein unverwechselbares Gesicht. Im Inneren verbindet die beiden Vertretungen eine mehrgeschossige lichtdurchflutete Halle, die zum Besuch des Hauses einlädt. Das durch Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Sachlichkeit gekennzeichnete Gebäude entstand in den Jahren 2000/2001 auf einer Grundstücksfläche von etwa 3.000 Quadratmetern nach den Plänen des Architektenbüros von Gerkan, Marg und Partner, das auch den Berliner Hauptbahnhof entworfen hat.

Die Ministergärten gehörten ursprünglich zu den prachtvollen Stadtpalais, die im 18. Jahrhundert in der Wilhelmstraße für preußische Beamte und Militärs errichtet wurden.

Später wurden diese Palais als Ministerien Preußens und des Deutschen Reiches genutzt, so dass unsere heutige Landesvertretung im Garten des einstigen Auswärtigen Amtes steht. In den Jahren des Nationalsozialismus plante Adolf Hitler an diesem Ort in seiner Reichskanzlei Krieg und Vernichtung.

Mit der Teilung der Stadt und dem Bau der Berliner Mauer 1961 wurde die Gegend der Ministergärten über Jahrzehnte zum Sperrgebiet und Todesstreifen. Die Wende kam mit dem Mauerfall und der friedlichen Revolution 1989. Berlin gewann seine Mitte zurück und wurde Bundeshauptstadt. Sieben der sechzehn Länder – neben Brandenburg auch Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Schleswig-Holstein – haben ihre Landesvertretungen in den Ministergärten errichtet.

Wir begreifen die Vertretung des Landes Brandenburg als offenes Forum der Begegnung und Verständigung. Bei zahlreichen Veranstaltungen kommen in unserem Haus Menschen zusammen, um sich über Politik, Kultur, Wirtschaft oder Wissenschaft auszutauschen. Besonders am Herzen liegt uns der intensive Dialog mit unserem Nachbarland Polen sowie den anderen mittelosteuropäischen Ländern. So zeigt sich Brandenburg mitten in Berlin von seiner besten Seite.

Bisherige Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund

Dr. Hans-Otto Bräutigam1990 – 1999

Minister Dr. Hans-Otto Bräutigam

Minister der Justiz und für Bundes- und Europaangelegenheiten

Dirk Brouër1999 – 2002

Staatssekretär Dirk Brouër

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund

Hans-Joachim Pfaff2002 – 2004

Staatssekretär Hans-Joachim Pfaff

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund

Gerd Harms2004 – 2009

Staatssekretär Dr. Gerd Harms

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Europaangelegenheiten

Tina Fischer2009 – 2014

Staatssekretärin Tina Fischer

Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund

Thomas Kralinski2014 – 2016

Staatssekretär Thomas Kralinski

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien, Beauftragter für Internationale Beziehungen

Martin Gorholt2016 – 2018

Staatssekretär Martin Gorholt

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund, Beauftragter für Internationale Beziehungen

Thomas Kralinski 2018 – 2019

Staatssekretär Thomas Kralinski

Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und für Medien, Beauftragter für Internationale Beziehungen

seit 2019

Staatssekretärin Jutta Jahns-Böhm

Bevollmächtigte des Landes Brandenburg beim Bund