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mit Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-polnische zwischengesellschaftliche und grenznahe Zusammenarbeit

Im Zuge der Terroranschläge in Frankreich im Jahr 2015 sowie der einsetzenden Flüchtlingskrise haben Deutschland und eine Reihe weiterer EU-Mitgliedsstaaten (vorübergehend) wieder nationale Grenzkontrollen eingeführt. Derzeit gelten in sechs der 26 Mitgliedstaaten Ausnahmeregelungen, die ihnen erlauben, nationale Grenzkontrollen durchzuführen. Damit besteht die Gefahr, dass die Praxis vorübergehender Grenzkontrollen zu einem Dauerzustand werden könnte, der das Schengen-Regime im Kern bedrohen würde.

Mit Schengen steht somit ein zentrales europäisches Erfolgs- und Identifikationsprojekt unter enormen Anpassungsdruck. Nach der Eurokrise geht es um die Zukunft des zweiten großen europäischen Integrationsprojekts. Zur Disposition steht das Kernversprechen eines Europas der offenen Grenzen und der Freizügigkeit, das sowohl für die Akzeptanz des europäischen Projekts bei den Bürgern Europas als auch für die Absicherung des europäischen Binnenmarktes von entscheidender Bedeutung ist. Die Frage nach der Zukunft des Schengenraumes hat damit politisch wie wirtschaftlich eine große Relevanz. Darüber hinaus fällt der Schengenfrage zehn Jahre nach der Erweiterung eine hohe symbolische Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit und Reformnotwendigkeit der Europäischen Union zu.

Weitere Informationen zur Veranstaltung können Sie aus dem beiliegenden Programm entnehmen.

Um Anmeldung wird per Email an bastos@stiftung-genshagen.de gebeten.

Veranstalter:
Stiftung Genshagen